Ausgehört – Hörbücher aus dem September

Ich versuch es mal mit einer neuen Kategorie: Hörbücher!
Aktuell brauch ich pro Monat so circa 40 bis 50 Stunden Hörbuchmaterial, denn meistens läuft bei mir ein Hörbuch wenn ich zum Nerdpartner pendel und drei Stunden im Auto sitze, auf dem Weg zur Arbeit bin, koche (Essen, nicht vor Wut), putze oder vor mich hin sportel.
Das bedeutet, dass ich irgendwas zwischen zwei und drei Hörbüchern im Monat höre, wobei hier keine echten literarischen Klassiker zu erwarten sind. Da lohnt sich so eine Rubrik doch irgendwie 😉

Fangen wir mal an.

ES – Stephen King
Mein Hörbuchmonat begann mit einem Rest aus dem August: In Vorbereitung auf „ES“ von Stephen King hab ich das Hörbuch nochmal rausgekramt und die vollen 51 Stunden und 52 Minuten zum dritten Mal gehört. Ja, ich mag das Buch und ja, ich mag Stephen King. Verurteilt mich doch 😉
Die Geschichte ist eigentlich ganz simpel: In der fiktiven Kleinstadt Derry im Bundesstaat Main treibt ein böser Clown, mit dem titelgebenden Namen „ES“, sein Unwesen. Sieben Kinder sagen ES den Kampf an und beginnen das klassiche Duell Gut gegen Böse, gespickt mit einer Menge Kinderängste und den Problemen des Erwachsenwerdens. Irgendwann wähnen sie ES als besiegt und haben 27 Jahre lang Ruhe, bis der Zenober von Vorne los geht. Nur, dass sie jetzt keine Kinder mehr sind und damit ihren größten Vorteil verloren haben.
David Nathan gehört zu meinen absoluten Lieblingssprechern und viele meiner Hörbücher hab ich nur gekauft, weil er sie gelesen hat. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht und er schafft es die Stimmung einzufangen und jeder Figur einen eigenen Klang und eigene Facetten zu geben. Hach, ich glaub ich bin ein Fangirl, was ihn angeht!

Das Flüstern der Nacht (Demon Zyklus 2) – Peter v. Brett
Nachdem ich ES durch hatte, war mir ein wenig nach Abwechslung. Ich hatte vor einigen Jahren mal den ersten Teil des Demon Zyklus in der gekürzten Fassung gehört und war zwar fasziniert von der Welt und der Geschichte, aber bei einer Kürzung von circa 23 stunden auf circa 10 Stunden… naja, gut wars nicht.
Trotzdem hat mich die Frage gereizt, wie es weiter geht und nachdem ich gut zwei dutzend Mal in Buchläden vor der Reihe stand und überlegt hab, mir die Bücher zu kaufen, bin ich das Risiko eingegangen, den zweiten Teil in der ungekürzten Hörbuchfassung zu erwerben. Und was soll ich sagen, ich wurde positiv überrascht! Die Storyline ist so schön aufgebaut, das die gekürzte Version völlig ausreichte, um der Story zu folgen und Jürgen Holdorf macht seinen Job als Sprecher wirklich gut. Es gab ein paar Wendungen, die nicht so vorhersehbar waren, das es mich gelangweilt hätte und der Grundgedanke der Welt an sich ist für einen Rollenspieler wie ich es bin Gold wert.
Aber worum geht es nun?
Circa 330 Jahre vor dem zweiten Teil des Buches ist irgendwas mit der Welt passiert und seitdem kommen bei Nacht Dämonen an die Oberfläche der Erde und töten alles, ob Mensch, ob Tier, was ihnen vor die Klauen und Fänge läuft.
In dieser Fantasywelt, die zeitlich im Mittelalter angesiedelt werden könnte, kämpft ein Junge namens Arlen, von einigen auch „Der Erlöser“ genannt, mit einer Hand voll Freunden um die Zukunft der Menschheit. Dabei muss Arlen, der aus dem Norden kommt, mit Runenmagie nicht nur gegen Dämonen kämpfen, sondern auch gegen einen weiteren Befreier aus dem Süden, mit dem er einmal befreundet war, bevor dieser Arlen ungeschützt in der Wüste zum Sterben zurück ließ, um selber vollends zum „Erlöser“ zu werden.
Schöne Storyline, schöne Charaktere, schön erzählt. Die 31 Stunden und 5 Minuten waren wie im Flug vorbei, was ein sehr gutes Zeichen ist 🙂

Das war meine Septemberausbeute. Für den Oktober ist schon ein Hörbuch durch und eins hab ich heute angefangen, da werden wohl eher drei Bücher in der Rezension sein, eventuell auch vier 🙂

 

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How to have…

… a super productive day!
… super duper success!
… the perfect life!
… flawless skin!
… the perfect body!

Blablabla… Ich will keinen mega produktiven Tag haben, ich brauch auch keinen super mega krassen Erfolg und das perfekte Leben würde mich nach 2 Tagen zu Tode langweilen. Makellose Haut würde mich ängstigen und der perfekte Körper ist mehr Arbeit, als ich bereit bin neben Beziehung, Freunden, Familie, Hobbys und Job zu investieren. Wie soll der überhaupt aussehen???
Wie ich da jetzt drauf komme? Youtube. Ich liebe diese Plattform einfach. Ich schau gern Buchrezensionen, ich mag sinnlose Videos über Menschen, die ihre Räume umdekorieren, ich schau total gerne Let’s Plays und hör mir gern Mel Robbins an, wenn ich das Gefühl hab, gegen ne Wand zu rennen. Yoga mit Adrienne ist unfassbar gut und auch die Workouts von Blogilates oder Popsugar Fitness begleiten mich beim Sport.
Aber die Empfehlungen auf der Startseite… W T Fucking F?!?
Wieso muss alles immer perfekt sein? Wieso muss alles immer mega produktiv sein? Mein Kleiderschrank darf nur noch 10 Teile haben, damit ich meine Seele aus dem massiven Konsumkreislauf freikaufen kann. Ja, richtig gelesen: Aus dem Konsumkreislauf freikaufen.
Ich hab wirklich das Gefühl, dass es diese Sehnsucht einiger oder vielleicht auch vieler Menschen nach Anleitung für ein perfektes Leben langsam überhand nimmt.
Woran liegt das?
Mir ist völlig klar, dass ich – und damit mein Leben – kein Maßstab für Leichtigkeit oder tägliche Kämpfe bin, aber kann die Reduktion auf das Nötigste wirklich den Blick für Glück öffnen? Muss das nicht eher aus dem Inneren kommen und nicht aus dem Äußeren? Ein Mensch der gezwungenermaßen nichts hat, der wird doch nicht glücklicher, nur weil ihm jemand sagt „Sei froh, du lebst das befreiende und befriedigende Leben eines Minimalisten.“
Und die Durchschnittsfrau, die nun mal keine perfekte Haut hat, wird doch auch nicht glücklicher, weil ihr jemand tausend Mittel anpreist, mit der ihre Haut genau so schön wird, wie die mit Weichzeichner gefilmte und übermäßig geschminkte 20jährige bei Youtube behauptet. Nochmal: Überschminkte Weichzeichner-Haut ist GRUSELIG!
Imperfektion ist das, was uns attraktiv macht, Ladies and Gentlemen. Da gibt es Studien drüber 😉

 

TMS

Es ist passiert.
Der tödliche Männerschnupfen hat mich erwischt.

Am Sonntag war ich noch das blühende Leben und Montagabend fing es mit Niesen und Halsweh an. Gestern dann der Totalausfall… über 39°C Fieber, Schnupfen des Todes, Husten, das volle Programm.

Deswegen jetzt dieser Beitrag mit den besten Mittelchen, um halbwegs über die Runden zu kommen, wenn der Körper nicht mehr will:

  1. Hausarzt

    Ihr kennt das… wenn ihr krank seit, geht zum Arzt…

  2. Eine hyperflauschige Wolldecke

    Die braucht man, um sich kuschelig einzuwickeln, wenn die ganze Welt einen einfach nur in Ruhe schlafen lassen soll

  3. Netflix/Amazon Prime/Youtube

    Das braucht man schlicht zur Ablenkung

  4. Ein gutes Buch

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    Ab und zu mag man nichts sehen und nichts hören, da hilft lesen zur Zerstreuung des an TMS erkrankten Wesens.
    Meine aktuelle Empfehlung: „Die Flüsse Londons“ von Ben Aaronovitch

  5. Ein leckerer Erkältungstee

    Viel trinken ist super wichtig bei Erkältungen und Tee wärmt von Innen. Aber obacht, nur Tee ist auch nicht das Gelbe vom Ei…

  6. Viel Schlaf

    Handy aus, Türklingel aus, Telefon lautlos… nicht stören lassen!

  7. Erkältungsbad

    Eukalyptus, Fichte, was es da nicht alles gibt. Aber die ätherischen Öle helfen die Nase frei zu machen und Entspannung hilft dem Körper beim Kampf gegen die Viren.

In diesem Sinne, gute Besserung an alle armen, kranken und am TMS dahin siechenden Wesen dort draußen!

Und? Wie glücklich bist du?

Ich verbringe meine teilweise recht langen Arbeitstage mit einem manchmal nicht sehr positivem Menschen. Sein Credo scheint irgendwie eine Mischung aus Konfrontation, Egozentrik und sich ärgern zu sein. Okay, auch andere ärgern gehört dazu und meistens trifft es dann doch irgendwie mich.
Ich komm aus der Nummer so nicht raus, außer ich such mir einen anderen Job und das will ich aktuell nicht, zumal ich mir dank meines Brötchengeber meine Schuhe und mein Auto leisten kann 😉

Wie geh ich jetzt also damit um, ohne dabei drauf zu gehen? Ich hab da ein paar unspektakuläre Dinge, sowas wie Sport, gesunde Ernährung und auch der pragmatische Nerdpartner trägt zu meinem Überleben bei. Jetzt sagte er letztens auf meine etwas verzweifelte Frage, wieso ein so missgünstiger und egozentrischer Mensch ein augenscheinlich gutes Leben haben kann, sehr auf den Punkt: „Das wird sich auf jeden Fall rächen. Mach dir keine Sorgen.“

Darauf hab ich jetzt eine ganze Weile rumgekaut, weil es mir eigentlich zu einfach erscheint (Note to self: Beitrag schreiben, dass der einfache Weg nicht immer der beste ist). Aber er hat im Grunde recht, denn wer sorglos und unempathisch andere Menschen mich als Ressource und Blitzableiter benutzt, wird irgendwann extrem einsam und alleine sein. Ich hingegen kann gezielt ein wenig Gutes in meinem und auch in seinem Umfeld bewirken, indem ich noch bewusster mit Menschen umgehe, als ich es eh tue. Es ist gar nicht schwer, ein Lächeln oder ein nettes Wort zu verschenken, und es kann auch funktionieren, freundlich zu bleiben, wenn der Gegenüber sehr reizend ist und ich innerlich gerade aus dem Hemd springen will. Ich glaube, der Dalai Lama ist da ein tolles Vorbild – sich nicht alles gefallen lassen, aber immer mit Respekt und Contenance reagieren. Oder nur dann aus dem Hemd springen, wenn es sich auch lohnt. (Disclaimer: Menschenverachtende Präsidenten, rechtes Pack und gewaltverherrlichende Idioten werden nach wie vor ohne Toleranz von mir behandelt. Zuviel Toleranz schadet einer freien Gesellschaft.)

Ich für mich kann sagen, dass ich nicht glücklich sein kann, wenn ich andere gezielt und sinnlos unglücklich mache. Das bedeutet nicht, dass ich immer Zen sein muss, aber ich vermute, meine Art des Egoismuses wird mich am Ende weiter bringen. Das ist ein bisschen wie im Märchen: Sei immer nett und freundlich und die gute Fee kümmert sich um dich. Und wenn sie es nicht tut, musst du deine Schuhe halt selber bezahlen…

UPDATE JuvisBlog SET Anfang = NULL

Wieso wird an das LEBEN kein Warnschild gepappt? Sowas wie „Achtung, wenns hart kommt, dann richtig“ oder sowas wie „Achtung, der Wunsch nach Glück führt zu massiver Veränderung“. Irgendwie sowas.

Was bisher geschah
A long time ago in a galaxy far far away…

Okay, wir reden von knapp einem Jahr, aber es ist wirklich viel passiert. Der Ehenerd und ich haben beschlossen, getrennte Wege zu gehen, ich bin umgezogen, hab mich wieder an der FU eingeschrieben, wieder mit Sport aufgehört, nur um dann doch erneut damit anzufangen, den Freundeskreis reduziert, meinen Freundeskreis wieder mit wundervollen neuen und wiedergefundenen Leuten erweitert und den tollsten, besten und wunderbarsten Partner der gesamten Galaxis gefunden. Ja, mich haben da echt mal eklige Hormone angesprungen und die wollen nicht weg gehen…

Kurz gesagt: Einmal Hölle und zurück, um dann doch im Himmel rauszukommen.

Und wenn nu einer auf die Idee kommt Mitleid zu haben: Ist nicht nötig, mir geht es besser als seit vielen, vielen, vielen, viiiiieeeeeeelen Monaten, fast Jahren.

Das ist jetzt soweit erstmal ein Update, wenn das hier wieder so lange brach liegt, dann lösch ich dat hier und gebs auf 😉

Sind wir echt?

Elon Musk hat auf der diesjährigen Code Conference die Frage gestellt bekommen, ob wir alle nur eine Simulation sind und mit einem sinngemäßen „Höchstwahrscheinlich“ geantwortet.

Er argumentiert, dass seiner Meinung nach die Chance, dass wir echt sind, eins zu einer Milliarde steht. Da muss man erstmal das Belächeln hinter sich bringen, um auf seine Argumente eingehen zu können, denn im ersten Moment klingt sowas eher nach „Was auch immer du nimmst, die Dosierung stimmt nicht!“
Aber, und das istmatrix ein interessanter Einwand, Musk spricht die bisherige Entwicklung der Technik an und sagt, dass wir irgendwann an einem Punkt ankommen könnten, an dem Simulationen soweit entwickelt sind, dass sie nicht mehr von der Realität unterschieden werden können, dass sie ein eigenes Bewusstsein entwickeln können und mit diesem Bewusstsein auch erfahren können und Dinge wahrnehmen, wie wir heute Wahrnehmen.
Wenn wir jetzt also davon ausgehen, dass wir uns nicht vorher vom Planeten gebombt haben oder der Z-Day ausgebrochen ist, dann besteht eine nicht unerhebliche Chance, dass wir nur Simulationen sind.
Ich weiß nicht, ob die 1:1 000 000 000 Ansage von Musk übertrieben ist, denn eine statistische Wahrscheinlichkeit über unseren Echtheitsgrad könnt ich jetzt nicht machen, aber ich finde einfach den Gedanken dahinter wirklich interessant.

Und noch ein Punkt ist sehr erwähnenswert: Musk hofft, dass wir „nur“ Simulationen sind. Wieso das so ist, könnt ihr euch selber von ihm anhören.

 

Klar kann man über den Sinn oder den Unsinn solcher philosophischer, und aus meiner Sicht auch nicht klärbarer, Fragen streiten, aber sind wir mal ehrlich: Die grauen Zellen wollen manchmal einfach Auslauf.