Sind wir echt?

Elon Musk hat auf der diesjährigen Code Conference die Frage gestellt bekommen, ob wir alle nur eine Simulation sind und mit einem sinngemäßen „Höchstwahrscheinlich“ geantwortet.

Er argumentiert, dass seiner Meinung nach die Chance, dass wir echt sind, eins zu einer Milliarde steht. Da muss man erstmal das Belächeln hinter sich bringen, um auf seine Argumente eingehen zu können, denn im ersten Moment klingt sowas eher nach „Was auch immer du nimmst, die Dosierung stimmt nicht!“
Aber, und das istmatrix ein interessanter Einwand, Musk spricht die bisherige Entwicklung der Technik an und sagt, dass wir irgendwann an einem Punkt ankommen könnten, an dem Simulationen soweit entwickelt sind, dass sie nicht mehr von der Realität unterschieden werden können, dass sie ein eigenes Bewusstsein entwickeln können und mit diesem Bewusstsein auch erfahren können und Dinge wahrnehmen, wie wir heute Wahrnehmen.
Wenn wir jetzt also davon ausgehen, dass wir uns nicht vorher vom Planeten gebombt haben oder der Z-Day ausgebrochen ist, dann besteht eine nicht unerhebliche Chance, dass wir nur Simulationen sind.
Ich weiß nicht, ob die 1:1 000 000 000 Ansage von Musk übertrieben ist, denn eine statistische Wahrscheinlichkeit über unseren Echtheitsgrad könnt ich jetzt nicht machen, aber ich finde einfach den Gedanken dahinter wirklich interessant.

Und noch ein Punkt ist sehr erwähnenswert: Musk hofft, dass wir „nur“ Simulationen sind. Wieso das so ist, könnt ihr euch selber von ihm anhören.

 

Klar kann man über den Sinn oder den Unsinn solcher philosophischer, und aus meiner Sicht auch nicht klärbarer, Fragen streiten, aber sind wir mal ehrlich: Die grauen Zellen wollen manchmal einfach Auslauf.

Sportbilanz

Es ist langsam mal Zeit für eine erste Zwischenbilanz, was den Sport in meinem Leben angeht.
Seit nunmehr sechs Monaten laufe ich mehrmals die Woche, mach Yoga und meditiere. Es gibt Wochen, in denen bin ich weniger diszipliniert und dann gibt es die Wochen, in denen ich jeden zweiten Tag laufe, Yoga mache und meditiere, wobei ich in solchen „Irrsinnswochen“ an den Zwischentagen auch Yoga mache und meditiere. Mittlerweile nehmen diese massiven Wochen langsam überhand und sind bei Weitem nicht mehr so überschaubar verteilt wie am Anfang.

Spannend daran ist, dass mir Sport wirklich fehlt, wenn ich wegen einer Erkältung oder Knie™ mal nicht so laufen kann, wie ich will. Also ich meine so richtig fehlen, dass ist, als wenn ich in der Zeit zu wenig Kaffee trinken würde.

memerunforlifeAber jetzt mal zur Bilanz an sich: Ich hab meine Laufstrecke im Laufe der Zeit mehr als verdoppelt, meinen Pace mehr als halbiert und röchel nur noch, wenn ich Sprintphasen einlege und es dabei übertreibe. Einen Marathon schaff ich immer noch nicht, allerdings steht der auch nicht auf meiner aktuellen Wunschliste.
Beim Yoga merke ich sehr, sehr deutlich, dass ich wirklich Muskeln aufgebaut habe und mir Dinge™ sehr viel leichter fallen, bei denen ich vor einem Jahr noch wortwörtlich auf die Nase gefallen bin. Mittlerweile planke ich auch mal ne Minute und mach danach noch Liegestütze, ohne dass ich mir wirklich weh tue, weil mein Gesicht unsanft den Boden küsst.
Körperlich ist auch einiges passiert, fast zwei Kleidergrößen weniger und ich krieg langsam aber sicher wieder definierte Oberarme. Wuuhuu.

Noch ein bemerkenswerter Nebeneffekt: Mein Körper besteht auf 2 Liter Wasser am Tag und will gesunde Nahrung. Ich hab Heißhungerattacken auf Salat. SALAT! Wie kann das sein? Eis und Steak würde ich verstehen, aber Salat???

Meine kleine Welt ist irgendwie sehr verrückt geworden…
Sport…
Ich glaub das nicht…

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Die Frau als Freiwild

Vor einigen Tagen hatte ich das wunderbare Vergnügen, mit meinem Westkind Chris und meinem Ostkind Cyrill einen großartigen Whisky zu trinken und über tiefgreifende philosophische Themen zu reflektieren. Wir besprachen beispielsweise die Formen der glücklichen Gangarten bei dürren Männern und das Brunft-verhalten angehender Jediritter. Aber ein Thema beschäftigt mich seitdem ein wenig mehr, nämlich Individuen, die der Meinung sind, eine nicht klar als vergeben erkennbare Frau sei Freiwild.
Jetzt gibt es natürlich als Frau viele Möglichkeiten, solchen Situationen zuvorzukommen, ein Ehering hilft genauso, wie dem Mann schon bei der Begrüßung mit einem „I have a boyfriend!“ aby9ldp_700b zu antworten. Auch die beste Freundin spontan als Lebensabschnittsgefährtin vorstellen soll schon Wunder gewirkt haben.
Die eigentliche Frage ist aber doch, wieso das überhaupt nötig ist. Wieso gibt es diese besondere Sorte Mann? Und nein, hier findet keine Generalisierung statt, die meisten Männer sind toll und es wert gefeiert zu werden.
Chris, das großartige Westkind, erzählte mir, dass sie tatsächlich in solchen „Gesprächen“ sehr schnell auf ihren Freund zu sprechen kommt und eine wundersame Wandlung bei den besonderen Männern feststellen konnte. Plötzlich weichen sie zurück und haben Respekt vor dem anderen Mann, der die Perle ja schon „besitzt“. Die Themen werden unverfänglicher, das Graben hört auf. Der erwähnte Freund muss nicht mal in der Nähe sein… eigentlich muss er nicht mal existieren, er muss nur glaubhaft dargestellt werden.
wmy0aAuch hier wieder meine völlig naive Frage: „WTF?“
Wieso können diese Typen nicht einfach ein „kein Interesse“ akzeptieren? Wieso gibt es auch heute, im wunderbaren Jahr 2016, immer noch diese mittelalterlichen Anwandlungen, dass Frauen Freiwild sind, solange sie keinen Partner haben?
Fragen über Fragen, aber zufriedenstellende Antworten hab ich nicht.

Anarchohirn und der Untergang der weißen Seite

Dieses Ding mit weißen Seiten, die beschrieben werden wollen. Was ist das nur?
Im Grunde ist es wie ein Zwang und mein Anarchohirn reagiert auf Zwänge auf eine furchtbar lustige Weise:

Juvi: Hrm… mein Blog ist sooooo schön geworden und ich will über so viele Dinge schreiben, die in meiner kleinen Welt passieren!
Anarchohirn: Super Idee, komm wir setzen uns kuschlig mit nem Wein und dem Notebook aufs Sofa.
Juvi: Hui… weiße Seite… Hirn, was soll ich schreiben?
Anarchohirn: MUAHAHAHAHAHAHAHA! Hier sind die tausend Dinge deines Tages, über die du nicht schreiben darfst, weil es die Arbeit betrifft. Und hier die tausend Dinge, über die du nicht schreiben willst, weil betroffene Menschen das nicht wollen würden. MUAHAHAHAHHAHA!!!!!!!!!!!!11ElfElf!!!
Juvi: F!U!

Aber so oder so ähnlich ist es immer. Ich bin wie ein kleines Eichhörnchen und kann mich von tausend Dingen ablenken lassen, kurz nachdem ich den Gedanken „Hu! Das wäre was zum Bloggen!“ im Kopf hatte. Das ist fast schon ein Zwang, als wäre es eine Art Selbstboykott. Wenn ich es dann schaffe, mein Gehirn mit anderen Dingen abzulenken, dann kann das literarische-limbische-System übernehmen und sich nicht nur einen irre coolen, gebildet klingenden Superheldennamen geben, der völlig adäquat ist. Nein, es kann auch tatsächlich einen Blogbeitrag erschaffen, in dem ich in Ruhe rum piensen kann. Aber irgendwie wäre alles andere auch inakzeptabel.

Danke für die Aufmerksamkeit, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.