Ausgehört – Hörbücher aus dem November

Ich bin ein bisschen spät dran, da ich gerade aus dem Urlaub wieder eingeflogen bin 😀

Let’s go!

Mr. Mercedes – Stephen King

Mr. Mercedes als erster Teil der Bill Hodges-Trilogie stand schon länger auf meiner Wunschliste und sollte eigentlich als Buch mit in den Urlaub. Allerdings ist mir da die Peter Grant Reihe dazwischen gekommen. Also musste Mr. Mercedes als Hörbuch her. Erstmal die Fakten:
Gesprochen von David Nathan und mit einer Hörzeit von 16 Stunden und 38 Minuten ist es von der Länge her eher ein durchschnittliches Hörbuch. Die Story ist nicht unbedingt etwas für jeden, eben typisch Stephen King. Ich mag ihn als Autor wirklich gern und hab von keinem anderen Autor soviel gelesen und als Hörbücher gehört. Jetzt weiß ich aber ehrlich gesagt auch nicht, ob ein anderer Autor soviel Output hat wie er 😉
Das Buch Handelt vom pensionierten Detective Bill Hodges, der frisch im Ruhestand ist und langsam daran zugrunde geht, als er Post von Mr. Mercedes, einem alten Fall, den er nie lösen konnte, bekommt. Es beginnt ein Psychospiel zwischen den beiden, das entweder mit dem Tod von Mr. Mercedes oder einem neuem Anschlag von ihm enden wird.
David Nathan schafft es wie immer den Figuren wunderbar viel Tiefe und Leben zu geben und auch King nimmt sich viel Zeit, seinen Figuren einen glaubwürdigen Anstrich zu geben. Für mein Empfinden gab es keine Längen, die Wendungen am Ende sind keine Überraschung, sollen sie aber auch nicht, deswegen ist es eher spannend das Katz-und-Maus-Spiel zu beobachten. Hat ein bisschen was von den alten Columbo Filmen mit Peter Falk. Du weißt, wer es war, aber nicht, ob er damit durchkommt.
Spannend, lesenswert, kurzweilig. Klare Empfehlung für King Fans.

Frühling, Sommer, Herbst und Tod

Ein Abbruch.
Das Buch besteht aus vier Novellen, die von verschiedenen Sprechern gesprochen werden. Das wären dann Joachim Kerzel, Oliver Rohrbeck, Udo Schenk, Lutz Riedel und Till Schult, die sich auf 22 Stunden und 13 Minuten aufteilen.

Der Start war super, denn es geht mit „Pin Up“ los, der Novelle, die als Vorlage für den grandiosen Film „Die Verurteilten“ diente. Hier zwei klare Empfehlungen: Sowohl die Geschichte, als auch die Verfilmung sollte niemand verpassen. Zum Inhalt kann man nicht viel sagen, ein Mann bricht aus einem Gefängnis aus und ein Mitinsasse erzählt die Geschichte um diesen Ausbruch herum aus seiner Sicht. Sehr packend, gefühlvoll, spannend und nie langweilig.

Dann kam „Der Musterschüler“, eine Geschichte, die wohl auch verfilmt wurde, hier kann ich aber nichts zum Film sagen.
Ein 13 jähriger Vorzeigeschüler erkennt in den 1970er Jahren zufällig einen untergetauchten Nazikommandanten in seiner kleinen Stadt und zwingt diesen dazu, ihm von dessen grausamen Taten zu erzählen. Im Laufe der Geschichte wird nie ganz klar, wer der psychopathischer und bösartigere Charakter ist, beide geben sich da irgendwie nix. Gelesen wird im Wechsel von Oliver Rohrbeck und Till Schult, je nachdem, wer die Hauptperspektive hat, was die Geschichte eher zu einem Kammerspiel werden lässt. Auch hier eine klare Empfehlung, aber auch eine Warnung: Die Geschichte ist nichts für zartbesaitete, King geht hier sehr offen und ungeschönt mit den Berichten über das „Leben“ in Konzentrationslagern um. Ich würde diese Novelle auch eher als Mahnmal bezeichnen wollen und weniger als Unterhaltungsliteratur.

Und nun mein Abbruch.
„Die Leiche“. Ich hab „Stand by Me“ als Film gesehen und fand den schon nicht so toll. Aber diese Geschichte konnte ich nur zwei Stunden lang hören. Zu langweilig, ganz einfach.

Die Geisterseher: Ein unheimliches Hörspiel um die Brüder Grimm – Kai Meyer

Ein Hörspiel und damit mal was anderes. Auf 4 Stunden 46 Minuten wird eine kurzweilig und fluffige Geschichte um eine fiktive Version der Gebrüder Grimm erzählt, in der es um Schiller (und sein Buch „Die Geisterseher“), Goethe und das von Napoleon besetzte Deutschland geht. Wunderbar, um die Wohnung zu putzen, Koffer zu packen und sich ein bisschen die Zeit zu vertreiben. Leider nicht mehr als Download zu bekommen, zumindest hat Audible es aus dem Programm genommen. Ich hab die beiden Hörspiele der Reihe vor einigen Jahren gekauft und mit viel Freude gehört, und da ich ab und an Hörbücher nochmal höre, kamen die jetzt wieder raus. Hartes Kontrastprogramm zu Stephen King 😉

Die Winterprinzessin: Ein unheimliches Hörspiel um die Brüder Grimm – Kai Meyer

Und direkt weiter ging es mit dem zweiten Teil auf 4 Stunden 55 Minuten. Wieder müssen sich die Gebrüder Grimm behaupten und wieder spielt irgendwie Geothe eine Rolle in dem ganzen Schlamassel, in das sie geraten, als sie im tiefsten Winter des besetzten Deutschlands eine indische Prinzessin treffen und mehr Abenteuer erleben, als beiden lieb ist.
Auch hier kann ich nur das gleiche sagen, wie beim ersten Teil: Es macht Spaß, ist kurzweilig, aber leider nicht mehr als Download zu kaufen 😦 Schade…

 

So, das waren meine Hörbücher im November, im Dezember werden es wohl nur ein oder zwei Hörbücher werden, da ich gerade ein über 29 Stunden langes Buch höre.

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Fitnesswahn und Körperbild

Ein kurzer Rant zum Thema Fitnesswahn und Körperbild: Übergewicht ist nichts Gutes. Punkt.
Das hat nichts mit der Persönlichkeit innerhalb des Körpers zu tun. Denn genau: Übergewichtige Menschen haben auch glückliche Momente. Genauso wie normal gewichtige Menschen. Sie sind genauso klug oder dumm, genauso zickig oder verständnisvoll. Und sie sind genauso liebenswert wie nicht übergewichtige Menschen es eben auch sind.
Ich halte aber absolut nichts von dieser Fatacceptance Bewegung, da Übergewicht (auch leichtes) einfach ein gesundheitliches Risiko darstellt. Merkwürdiger Weise ist das ein Streitpunkt, weiß ich. Das ist wie mit Impfgegnern zu diskutieren… ich lass beides mittlerweile, um meiner Seele Frieden Willen.
Allerdings muss ich hier klar sagen, dass dieses Bodytuning, das schon ins Wahnhafte abdriftet genauso ein Risiko für die Gesundheit ist. Der Körper braucht einen gewissen Fettanteil um zu funktionieren. Das ist ein Korridor, in dem mensch sich bewegen kann und auch sollte. Den zu unterschreiten, nur um diese merkwürdige Muskelfalte auf dem Bauch zu haben oder trotz ungünstiger Hüftknochenstellung bei geschlossenen Füßen ein „Gap“ zwischen den Oberschenkeln zu sehen ist einfach bekloppt. Aber auch hier… wenn jemand in diesen Wahn fällt, ist es wie mit Impfgegnern.

So, Rant Ende. Ich geh ne Runde laufen.

Ausgehört – Hörbücher aus dem Oktober

Es ist wieder soweit… ein neuer Monat beginnt. Und damit wird es auch wieder Zeit für meine ausgehörten Hörbücher 😀

Im Oktober hatte ich weniger Zeit zum Hören, da der Nerdpartner fast jedes Wochenende nach NRW gekommen ist und ich so sieben oder acht Stunden weniger Hörzeit in Auto hatte. Außerdem hab ich eine Playlist auf Spotify entdeckt, die ich ein bisschen rauf und runter gehört hab. Und gelesen hab ich auch super viel… Generell war der Oktober sehr zufriedenstellend, wenn ich es mal so bedenke *gg*

Yet… we shall beginn!

Nordische Mythen und Sagen – Neil Gaiman

Eigentlich ist dieses Buch ein Überbleibsel aus dem September, dass ich auf dem Rückweg von der Nordsee mit dem Nerdpartner zu Ende gehört hab. Deswegen landet das Schmuckstück erst diesen Monat auf der Liste. Stefan Kaminsiki gehört ohnehin zu meinen favorisierten Sprechern und auch wenn dieses Buch nur 6 Stunden und 31 Minuten kurz ist, lohnt es sich wirklich. Neil Gaiman verarbeitet die Edda und bringt ihren Inhalt charmant und witzig in einige Kurzgeschichten an den geneigten Leser, beziehungsweise Hörer. Dabei lässt er keine wichtige Begebenheit aus und bleibt auch dem Wesen der Edda treu.

Alles in allem ein sehr kurzweiliges und gelungenes Hörbuch, das ich wirklich empfehlen kann!

Die Berufene – M.R. Carey

Aufmerksam wurde ich auf diesen Roman, weil ich den Trailer zum Kinofilm gesehen hab, den ganz interessant fand und der Titel dann in meinen Audible-Vorschlägen gelandet ist. Google did its thing!
Der Roman wird von Dana Geissler gelesen, die ich bis dato noch nicht kannte. Sie macht ihre Sache für meine Ohren wirklich gut und bringt die Gedanken und Gefühle aller beteiligten Personen vielschichtig rüber. Da der Großteil der Charaktere weiblich sind, empfinde ich die Wahl einer Frau als Sprecherin logisch und angenehm.

Die Berufene ist eine aufs Genre bezogene, eher ruhige, Geschichte, die sich auf 14 Stunden und 16 Minuten die Zeit nimmt, viele Motive und innere Dialoge zu beleuchten.
Auch wenn es ein Zombie-Roman ist, so ist er nicht typisch, denn es geht nicht um Blut, Splatter oder Zurschaustellung menschlichen Verfalls. Stattdessen geht es um Menschlichkeit, den Verlust der Selben und ob das richtige Motiv jede Tat rechtfertigt. Lesenswert, hörenswert, ungewöhnlich und ein bisschen melancholisch, da ein Großteil der Geschichte aus der Sicht eines kleinen Mädchens geschildert wird, das durch eine zerstörte Welt stolpert.

Dschinnland (Die Sturmkönige 1) – Kai Meyer 

Hier ein „ganz okay“ Hörbuch von Kai Meyer. Ich hab es in der 7 Stunden und 18 Minuten gekürzten Fassung gehört und muss sagen… es war okay um die Wohnung zu putzen, aber nun ja, die Story reißt mich nicht vom Hocker.
Die Serie werd ich trotzdem zu Ende hören, aber eher, weil ich sie nutze, um Wartezeiten auf andere Hörbücher zu überbrücken. Und ich hab die 7 Stunden in maximal 6 Tagen durchgehört, das ist also okay.
Die Story selber beschreibt einen Teppichreiter, der eine junge Frau aus Samarkand durch die Wüste nach Bagdad bringt. Die Reise wird aufgrund der Dschinne, die das Wüstenland beherrschen, sehr gefährlich und beide werden – Überraschung! – in den letzten Kampf der Menschen gegen die Dschinne verwickelt und spielen die wichtigstens Rollen… Ach ja, am Sprecher liegt es nicht, dass ich das Buch nicht gut fand, Andreas Fröhlich gibt sein Bestes, aber wenn die Grundlage nicht reicht, hilft das auch nicht 😉

Wunschkrieg (Die Sturmkönige 2) – Kai Meyer

Teil 2 der Sturmkönige, der Kampf geht weiter, dieses Mal auf gekürzten 7 Stunden. Wieder Andreas Fröhlich, wieder nur Mittelmaß.
Der dritte Band hat es nicht mal auf meine „Ich sitz 16 Stunden im Flugzeug und mir könnte sehr sehr langweilig sein“ Liste geschafft. Nothing more to add.

 

So, dass waren meine Hörbücher im Oktober, vielleicht reicht die Motivation ja noch, um auch noch das Buch vorzustellen, dass ich im Oktober gelesen hab. Oder ich mach mir einfach nur ein Bier auf und schau noch ne Folge Stranger Things. Masterplan!

Kurzurlaub an der Nordsee

Hach, des war schön.
Einfach eine Woche an der niederländischen Nordsee abhängen, bei Windstärke 7 bis 8 am Strand entlang taumeln, super leckeren Kram essen und aus ernährungstechnischen Gründen keinen Alkohol trinken. (Note to self: Blogeintrag über den Frust gesunder Ernährung schreiben. Ich vermisse Gummibärchen…)

Dann hab ich es nach fünf Jahren endlich ins Van Gogh Museum in Amsterdam geschafft, bin da in 4 Stunden durchgeschlendert, um im Anschluss als glückliche, kleine Juvi in dieser wunderbaren Stadt herum zu stromern. Der Indonese, bei dem wir abends Essen waren, hat einen perfekten Tag abgerunden und da nicht unsere Heckscheibe, sondern die eines armes Niederländers zwei Autos weiter eingeschlagen wurde, gab es da auch keinen Grund zum Ärgern.

Ich schieb mal ne Bilderflut nach, damit sich der geneigte Leser ein (Achtung, ganz meises Wortspiel) Bild von meinem Urlaub machen kann.

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Ausgehört – Hörbücher aus dem September

Ich versuch es mal mit einer neuen Kategorie: Hörbücher!
Aktuell brauch ich pro Monat so circa 40 bis 50 Stunden Hörbuchmaterial, denn meistens läuft bei mir ein Hörbuch wenn ich zum Nerdpartner pendel und drei Stunden im Auto sitze, auf dem Weg zur Arbeit bin, koche (Essen, nicht vor Wut), putze oder vor mich hin sportel.
Das bedeutet, dass ich irgendwas zwischen zwei und drei Hörbüchern im Monat höre, wobei hier keine echten literarischen Klassiker zu erwarten sind. Da lohnt sich so eine Rubrik doch irgendwie 😉

Fangen wir mal an.

ES – Stephen King
Mein Hörbuchmonat begann mit einem Rest aus dem August: In Vorbereitung auf „ES“ von Stephen King hab ich das Hörbuch nochmal rausgekramt und die vollen 51 Stunden und 52 Minuten zum dritten Mal gehört. Ja, ich mag das Buch und ja, ich mag Stephen King. Verurteilt mich doch 😉
Die Geschichte ist eigentlich ganz simpel: In der fiktiven Kleinstadt Derry im Bundesstaat Main treibt ein böser Clown, mit dem titelgebenden Namen „ES“, sein Unwesen. Sieben Kinder sagen ES den Kampf an und beginnen das klassiche Duell Gut gegen Böse, gespickt mit einer Menge Kinderängste und den Problemen des Erwachsenwerdens. Irgendwann wähnen sie ES als besiegt und haben 27 Jahre lang Ruhe, bis der Zenober von Vorne los geht. Nur, dass sie jetzt keine Kinder mehr sind und damit ihren größten Vorteil verloren haben.
David Nathan gehört zu meinen absoluten Lieblingssprechern und viele meiner Hörbücher hab ich nur gekauft, weil er sie gelesen hat. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht und er schafft es die Stimmung einzufangen und jeder Figur einen eigenen Klang und eigene Facetten zu geben. Hach, ich glaub ich bin ein Fangirl, was ihn angeht!

Das Flüstern der Nacht (Demon Zyklus 2) – Peter v. Brett
Nachdem ich ES durch hatte, war mir ein wenig nach Abwechslung. Ich hatte vor einigen Jahren mal den ersten Teil des Demon Zyklus in der gekürzten Fassung gehört und war zwar fasziniert von der Welt und der Geschichte, aber bei einer Kürzung von circa 23 stunden auf circa 10 Stunden… naja, gut wars nicht.
Trotzdem hat mich die Frage gereizt, wie es weiter geht und nachdem ich gut zwei dutzend Mal in Buchläden vor der Reihe stand und überlegt hab, mir die Bücher zu kaufen, bin ich das Risiko eingegangen, den zweiten Teil in der ungekürzten Hörbuchfassung zu erwerben. Und was soll ich sagen, ich wurde positiv überrascht! Die Storyline ist so schön aufgebaut, das die gekürzte Version völlig ausreichte, um der Story zu folgen und Jürgen Holdorf macht seinen Job als Sprecher wirklich gut. Es gab ein paar Wendungen, die nicht so vorhersehbar waren, das es mich gelangweilt hätte und der Grundgedanke der Welt an sich ist für einen Rollenspieler wie ich es bin Gold wert.
Aber worum geht es nun?
Circa 330 Jahre vor dem zweiten Teil des Buches ist irgendwas mit der Welt passiert und seitdem kommen bei Nacht Dämonen an die Oberfläche der Erde und töten alles, ob Mensch, ob Tier, was ihnen vor die Klauen und Fänge läuft.
In dieser Fantasywelt, die zeitlich im Mittelalter angesiedelt werden könnte, kämpft ein Junge namens Arlen, von einigen auch „Der Erlöser“ genannt, mit einer Hand voll Freunden um die Zukunft der Menschheit. Dabei muss Arlen, der aus dem Norden kommt, mit Runenmagie nicht nur gegen Dämonen kämpfen, sondern auch gegen einen weiteren Befreier aus dem Süden, mit dem er einmal befreundet war, bevor dieser Arlen ungeschützt in der Wüste zum Sterben zurück ließ, um selber vollends zum „Erlöser“ zu werden.
Schöne Storyline, schöne Charaktere, schön erzählt. Die 31 Stunden und 5 Minuten waren wie im Flug vorbei, was ein sehr gutes Zeichen ist 🙂

Das war meine Septemberausbeute. Für den Oktober ist schon ein Hörbuch durch und eins hab ich heute angefangen, da werden wohl eher drei Bücher in der Rezension sein, eventuell auch vier 🙂

 

How to have…

… a super productive day!
… super duper success!
… the perfect life!
… flawless skin!
… the perfect body!

Blablabla… Ich will keinen mega produktiven Tag haben, ich brauch auch keinen super mega krassen Erfolg und das perfekte Leben würde mich nach 2 Tagen zu Tode langweilen. Makellose Haut würde mich ängstigen und der perfekte Körper ist mehr Arbeit, als ich bereit bin neben Beziehung, Freunden, Familie, Hobbys und Job zu investieren. Wie soll der überhaupt aussehen???
Wie ich da jetzt drauf komme? Youtube. Ich liebe diese Plattform einfach. Ich schau gern Buchrezensionen, ich mag sinnlose Videos über Menschen, die ihre Räume umdekorieren, ich schau total gerne Let’s Plays und hör mir gern Mel Robbins an, wenn ich das Gefühl hab, gegen ne Wand zu rennen. Yoga mit Adrienne ist unfassbar gut und auch die Workouts von Blogilates oder Popsugar Fitness begleiten mich beim Sport.
Aber die Empfehlungen auf der Startseite… W T Fucking F?!?
Wieso muss alles immer perfekt sein? Wieso muss alles immer mega produktiv sein? Mein Kleiderschrank darf nur noch 10 Teile haben, damit ich meine Seele aus dem massiven Konsumkreislauf freikaufen kann. Ja, richtig gelesen: Aus dem Konsumkreislauf freikaufen.
Ich hab wirklich das Gefühl, dass es diese Sehnsucht einiger oder vielleicht auch vieler Menschen nach Anleitung für ein perfektes Leben langsam überhand nimmt.
Woran liegt das?
Mir ist völlig klar, dass ich – und damit mein Leben – kein Maßstab für Leichtigkeit oder tägliche Kämpfe bin, aber kann die Reduktion auf das Nötigste wirklich den Blick für Glück öffnen? Muss das nicht eher aus dem Inneren kommen und nicht aus dem Äußeren? Ein Mensch der gezwungenermaßen nichts hat, der wird doch nicht glücklicher, nur weil ihm jemand sagt „Sei froh, du lebst das befreiende und befriedigende Leben eines Minimalisten.“
Und die Durchschnittsfrau, die nun mal keine perfekte Haut hat, wird doch auch nicht glücklicher, weil ihr jemand tausend Mittel anpreist, mit der ihre Haut genau so schön wird, wie die mit Weichzeichner gefilmte und übermäßig geschminkte 20jährige bei Youtube behauptet. Nochmal: Überschminkte Weichzeichner-Haut ist GRUSELIG!
Imperfektion ist das, was uns attraktiv macht, Ladies and Gentlemen. Da gibt es Studien drüber 😉