Ausgehört – Hörbücher aus dem Oktober

Es ist wieder soweit… ein neuer Monat beginnt. Und damit wird es auch wieder Zeit für meine ausgehörten Hörbücher 😀

Im Oktober hatte ich weniger Zeit zum Hören, da der Nerdpartner fast jedes Wochenende nach NRW gekommen ist und ich so sieben oder acht Stunden weniger Hörzeit in Auto hatte. Außerdem hab ich eine Playlist auf Spotify entdeckt, die ich ein bisschen rauf und runter gehört hab. Und gelesen hab ich auch super viel… Generell war der Oktober sehr zufriedenstellend, wenn ich es mal so bedenke *gg*

Yet… we shall beginn!

Nordische Mythen und Sagen – Neil Gaiman

Eigentlich ist dieses Buch ein Überbleibsel aus dem September, dass ich auf dem Rückweg von der Nordsee mit dem Nerdpartner zu Ende gehört hab. Deswegen landet das Schmuckstück erst diesen Monat auf der Liste. Stefan Kaminsiki gehört ohnehin zu meinen favorisierten Sprechern und auch wenn dieses Buch nur 6 Stunden und 31 Minuten kurz ist, lohnt es sich wirklich. Neil Gaiman verarbeitet die Edda und bringt ihren Inhalt charmant und witzig in einige Kurzgeschichten an den geneigten Leser, beziehungsweise Hörer. Dabei lässt er keine wichtige Begebenheit aus und bleibt auch dem Wesen der Edda treu.

Alles in allem ein sehr kurzweiliges und gelungenes Hörbuch, das ich wirklich empfehlen kann!

Die Berufene – M.R. Carey

Aufmerksam wurde ich auf diesen Roman, weil ich den Trailer zum Kinofilm gesehen hab, den ganz interessant fand und der Titel dann in meinen Audible-Vorschlägen gelandet ist. Google did its thing!
Der Roman wird von Dana Geissler gelesen, die ich bis dato noch nicht kannte. Sie macht ihre Sache für meine Ohren wirklich gut und bringt die Gedanken und Gefühle aller beteiligten Personen vielschichtig rüber. Da der Großteil der Charaktere weiblich sind, empfinde ich die Wahl einer Frau als Sprecherin logisch und angenehm.

Die Berufene ist eine aufs Genre bezogene, eher ruhige, Geschichte, die sich auf 14 Stunden und 16 Minuten die Zeit nimmt, viele Motive und innere Dialoge zu beleuchten.
Auch wenn es ein Zombie-Roman ist, so ist er nicht typisch, denn es geht nicht um Blut, Splatter oder Zurschaustellung menschlichen Verfalls. Stattdessen geht es um Menschlichkeit, den Verlust der Selben und ob das richtige Motiv jede Tat rechtfertigt. Lesenswert, hörenswert, ungewöhnlich und ein bisschen melancholisch, da ein Großteil der Geschichte aus der Sicht eines kleinen Mädchens geschildert wird, das durch eine zerstörte Welt stolpert.

Dschinnland (Die Sturmkönige 1) – Kai Meyer 

Hier ein „ganz okay“ Hörbuch von Kai Meyer. Ich hab es in der 7 Stunden und 18 Minuten gekürzten Fassung gehört und muss sagen… es war okay um die Wohnung zu putzen, aber nun ja, die Story reißt mich nicht vom Hocker.
Die Serie werd ich trotzdem zu Ende hören, aber eher, weil ich sie nutze, um Wartezeiten auf andere Hörbücher zu überbrücken. Und ich hab die 7 Stunden in maximal 6 Tagen durchgehört, das ist also okay.
Die Story selber beschreibt einen Teppichreiter, der eine junge Frau aus Samarkand durch die Wüste nach Bagdad bringt. Die Reise wird aufgrund der Dschinne, die das Wüstenland beherrschen, sehr gefährlich und beide werden – Überraschung! – in den letzten Kampf der Menschen gegen die Dschinne verwickelt und spielen die wichtigstens Rollen… Ach ja, am Sprecher liegt es nicht, dass ich das Buch nicht gut fand, Andreas Fröhlich gibt sein Bestes, aber wenn die Grundlage nicht reicht, hilft das auch nicht 😉

Wunschkrieg (Die Sturmkönige 2) – Kai Meyer

Teil 2 der Sturmkönige, der Kampf geht weiter, dieses Mal auf gekürzten 7 Stunden. Wieder Andreas Fröhlich, wieder nur Mittelmaß.
Der dritte Band hat es nicht mal auf meine „Ich sitz 16 Stunden im Flugzeug und mir könnte sehr sehr langweilig sein“ Liste geschafft. Nothing more to add.

 

So, dass waren meine Hörbücher im Oktober, vielleicht reicht die Motivation ja noch, um auch noch das Buch vorzustellen, dass ich im Oktober gelesen hab. Oder ich mach mir einfach nur ein Bier auf und schau noch ne Folge Stranger Things. Masterplan!

Advertisements

Kurzurlaub an der Nordsee

Hach, des war schön.
Einfach eine Woche an der niederländischen Nordsee abhängen, bei Windstärke 7 bis 8 am Strand entlang taumeln, super leckeren Kram essen und aus ernährungstechnischen Gründen keinen Alkohol trinken. (Note to self: Blogeintrag über den Frust gesunder Ernährung schreiben. Ich vermisse Gummibärchen…)

Dann hab ich es nach fünf Jahren endlich ins Van Gogh Museum in Amsterdam geschafft, bin da in 4 Stunden durchgeschlendert, um im Anschluss als glückliche, kleine Juvi in dieser wunderbaren Stadt herum zu stromern. Der Indonese, bei dem wir abends Essen waren, hat einen perfekten Tag abgerunden und da nicht unsere Heckscheibe, sondern die eines armes Niederländers zwei Autos weiter eingeschlagen wurde, gab es da auch keinen Grund zum Ärgern.

Ich schieb mal ne Bilderflut nach, damit sich der geneigte Leser ein (Achtung, ganz meises Wortspiel) Bild von meinem Urlaub machen kann.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ausgehört – Hörbücher aus dem September

Ich versuch es mal mit einer neuen Kategorie: Hörbücher!
Aktuell brauch ich pro Monat so circa 40 bis 50 Stunden Hörbuchmaterial, denn meistens läuft bei mir ein Hörbuch wenn ich zum Nerdpartner pendel und drei Stunden im Auto sitze, auf dem Weg zur Arbeit bin, koche (Essen, nicht vor Wut), putze oder vor mich hin sportel.
Das bedeutet, dass ich irgendwas zwischen zwei und drei Hörbüchern im Monat höre, wobei hier keine echten literarischen Klassiker zu erwarten sind. Da lohnt sich so eine Rubrik doch irgendwie 😉

Fangen wir mal an.

ES – Stephen King
Mein Hörbuchmonat begann mit einem Rest aus dem August: In Vorbereitung auf „ES“ von Stephen King hab ich das Hörbuch nochmal rausgekramt und die vollen 51 Stunden und 52 Minuten zum dritten Mal gehört. Ja, ich mag das Buch und ja, ich mag Stephen King. Verurteilt mich doch 😉
Die Geschichte ist eigentlich ganz simpel: In der fiktiven Kleinstadt Derry im Bundesstaat Main treibt ein böser Clown, mit dem titelgebenden Namen „ES“, sein Unwesen. Sieben Kinder sagen ES den Kampf an und beginnen das klassiche Duell Gut gegen Böse, gespickt mit einer Menge Kinderängste und den Problemen des Erwachsenwerdens. Irgendwann wähnen sie ES als besiegt und haben 27 Jahre lang Ruhe, bis der Zenober von Vorne los geht. Nur, dass sie jetzt keine Kinder mehr sind und damit ihren größten Vorteil verloren haben.
David Nathan gehört zu meinen absoluten Lieblingssprechern und viele meiner Hörbücher hab ich nur gekauft, weil er sie gelesen hat. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht und er schafft es die Stimmung einzufangen und jeder Figur einen eigenen Klang und eigene Facetten zu geben. Hach, ich glaub ich bin ein Fangirl, was ihn angeht!

Das Flüstern der Nacht (Demon Zyklus 2) – Peter v. Brett
Nachdem ich ES durch hatte, war mir ein wenig nach Abwechslung. Ich hatte vor einigen Jahren mal den ersten Teil des Demon Zyklus in der gekürzten Fassung gehört und war zwar fasziniert von der Welt und der Geschichte, aber bei einer Kürzung von circa 23 stunden auf circa 10 Stunden… naja, gut wars nicht.
Trotzdem hat mich die Frage gereizt, wie es weiter geht und nachdem ich gut zwei dutzend Mal in Buchläden vor der Reihe stand und überlegt hab, mir die Bücher zu kaufen, bin ich das Risiko eingegangen, den zweiten Teil in der ungekürzten Hörbuchfassung zu erwerben. Und was soll ich sagen, ich wurde positiv überrascht! Die Storyline ist so schön aufgebaut, das die gekürzte Version völlig ausreichte, um der Story zu folgen und Jürgen Holdorf macht seinen Job als Sprecher wirklich gut. Es gab ein paar Wendungen, die nicht so vorhersehbar waren, das es mich gelangweilt hätte und der Grundgedanke der Welt an sich ist für einen Rollenspieler wie ich es bin Gold wert.
Aber worum geht es nun?
Circa 330 Jahre vor dem zweiten Teil des Buches ist irgendwas mit der Welt passiert und seitdem kommen bei Nacht Dämonen an die Oberfläche der Erde und töten alles, ob Mensch, ob Tier, was ihnen vor die Klauen und Fänge läuft.
In dieser Fantasywelt, die zeitlich im Mittelalter angesiedelt werden könnte, kämpft ein Junge namens Arlen, von einigen auch „Der Erlöser“ genannt, mit einer Hand voll Freunden um die Zukunft der Menschheit. Dabei muss Arlen, der aus dem Norden kommt, mit Runenmagie nicht nur gegen Dämonen kämpfen, sondern auch gegen einen weiteren Befreier aus dem Süden, mit dem er einmal befreundet war, bevor dieser Arlen ungeschützt in der Wüste zum Sterben zurück ließ, um selber vollends zum „Erlöser“ zu werden.
Schöne Storyline, schöne Charaktere, schön erzählt. Die 31 Stunden und 5 Minuten waren wie im Flug vorbei, was ein sehr gutes Zeichen ist 🙂

Das war meine Septemberausbeute. Für den Oktober ist schon ein Hörbuch durch und eins hab ich heute angefangen, da werden wohl eher drei Bücher in der Rezension sein, eventuell auch vier 🙂

 

How to have…

… a super productive day!
… super duper success!
… the perfect life!
… flawless skin!
… the perfect body!

Blablabla… Ich will keinen mega produktiven Tag haben, ich brauch auch keinen super mega krassen Erfolg und das perfekte Leben würde mich nach 2 Tagen zu Tode langweilen. Makellose Haut würde mich ängstigen und der perfekte Körper ist mehr Arbeit, als ich bereit bin neben Beziehung, Freunden, Familie, Hobbys und Job zu investieren. Wie soll der überhaupt aussehen???
Wie ich da jetzt drauf komme? Youtube. Ich liebe diese Plattform einfach. Ich schau gern Buchrezensionen, ich mag sinnlose Videos über Menschen, die ihre Räume umdekorieren, ich schau total gerne Let’s Plays und hör mir gern Mel Robbins an, wenn ich das Gefühl hab, gegen ne Wand zu rennen. Yoga mit Adrienne ist unfassbar gut und auch die Workouts von Blogilates oder Popsugar Fitness begleiten mich beim Sport.
Aber die Empfehlungen auf der Startseite… W T Fucking F?!?
Wieso muss alles immer perfekt sein? Wieso muss alles immer mega produktiv sein? Mein Kleiderschrank darf nur noch 10 Teile haben, damit ich meine Seele aus dem massiven Konsumkreislauf freikaufen kann. Ja, richtig gelesen: Aus dem Konsumkreislauf freikaufen.
Ich hab wirklich das Gefühl, dass es diese Sehnsucht einiger oder vielleicht auch vieler Menschen nach Anleitung für ein perfektes Leben langsam überhand nimmt.
Woran liegt das?
Mir ist völlig klar, dass ich – und damit mein Leben – kein Maßstab für Leichtigkeit oder tägliche Kämpfe bin, aber kann die Reduktion auf das Nötigste wirklich den Blick für Glück öffnen? Muss das nicht eher aus dem Inneren kommen und nicht aus dem Äußeren? Ein Mensch der gezwungenermaßen nichts hat, der wird doch nicht glücklicher, nur weil ihm jemand sagt „Sei froh, du lebst das befreiende und befriedigende Leben eines Minimalisten.“
Und die Durchschnittsfrau, die nun mal keine perfekte Haut hat, wird doch auch nicht glücklicher, weil ihr jemand tausend Mittel anpreist, mit der ihre Haut genau so schön wird, wie die mit Weichzeichner gefilmte und übermäßig geschminkte 20jährige bei Youtube behauptet. Nochmal: Überschminkte Weichzeichner-Haut ist GRUSELIG!
Imperfektion ist das, was uns attraktiv macht, Ladies and Gentlemen. Da gibt es Studien drüber 😉

 

TMS

Es ist passiert.
Der tödliche Männerschnupfen hat mich erwischt.

Am Sonntag war ich noch das blühende Leben und Montagabend fing es mit Niesen und Halsweh an. Gestern dann der Totalausfall… über 39°C Fieber, Schnupfen des Todes, Husten, das volle Programm.

Deswegen jetzt dieser Beitrag mit den besten Mittelchen, um halbwegs über die Runden zu kommen, wenn der Körper nicht mehr will:

  1. Hausarzt

    Ihr kennt das… wenn ihr krank seit, geht zum Arzt…

  2. Eine hyperflauschige Wolldecke

    Die braucht man, um sich kuschelig einzuwickeln, wenn die ganze Welt einen einfach nur in Ruhe schlafen lassen soll

  3. Netflix/Amazon Prime/Youtube

    Das braucht man schlicht zur Ablenkung

  4. Ein gutes Buch

    IMG_0330[1]
    Ab und zu mag man nichts sehen und nichts hören, da hilft lesen zur Zerstreuung des an TMS erkrankten Wesens.
    Meine aktuelle Empfehlung: „Die Flüsse Londons“ von Ben Aaronovitch

  5. Ein leckerer Erkältungstee

    Viel trinken ist super wichtig bei Erkältungen und Tee wärmt von Innen. Aber obacht, nur Tee ist auch nicht das Gelbe vom Ei…

  6. Viel Schlaf

    Handy aus, Türklingel aus, Telefon lautlos… nicht stören lassen!

  7. Erkältungsbad

    Eukalyptus, Fichte, was es da nicht alles gibt. Aber die ätherischen Öle helfen die Nase frei zu machen und Entspannung hilft dem Körper beim Kampf gegen die Viren.

In diesem Sinne, gute Besserung an alle armen, kranken und am TMS dahin siechenden Wesen dort draußen!

Und? Wie glücklich bist du?

Ich verbringe meine teilweise recht langen Arbeitstage mit einem manchmal nicht sehr positivem Menschen. Sein Credo scheint irgendwie eine Mischung aus Konfrontation, Egozentrik und sich ärgern zu sein. Okay, auch andere ärgern gehört dazu und meistens trifft es dann doch irgendwie mich.
Ich komm aus der Nummer so nicht raus, außer ich such mir einen anderen Job und das will ich aktuell nicht, zumal ich mir dank meines Brötchengeber meine Schuhe und mein Auto leisten kann 😉

Wie geh ich jetzt also damit um, ohne dabei drauf zu gehen? Ich hab da ein paar unspektakuläre Dinge, sowas wie Sport, gesunde Ernährung und auch der pragmatische Nerdpartner trägt zu meinem Überleben bei. Jetzt sagte er letztens auf meine etwas verzweifelte Frage, wieso ein so missgünstiger und egozentrischer Mensch ein augenscheinlich gutes Leben haben kann, sehr auf den Punkt: „Das wird sich auf jeden Fall rächen. Mach dir keine Sorgen.“

Darauf hab ich jetzt eine ganze Weile rumgekaut, weil es mir eigentlich zu einfach erscheint (Note to self: Beitrag schreiben, dass der einfache Weg nicht immer der beste ist). Aber er hat im Grunde recht, denn wer sorglos und unempathisch andere Menschen mich als Ressource und Blitzableiter benutzt, wird irgendwann extrem einsam und alleine sein. Ich hingegen kann gezielt ein wenig Gutes in meinem und auch in seinem Umfeld bewirken, indem ich noch bewusster mit Menschen umgehe, als ich es eh tue. Es ist gar nicht schwer, ein Lächeln oder ein nettes Wort zu verschenken, und es kann auch funktionieren, freundlich zu bleiben, wenn der Gegenüber sehr reizend ist und ich innerlich gerade aus dem Hemd springen will. Ich glaube, der Dalai Lama ist da ein tolles Vorbild – sich nicht alles gefallen lassen, aber immer mit Respekt und Contenance reagieren. Oder nur dann aus dem Hemd springen, wenn es sich auch lohnt. (Disclaimer: Menschenverachtende Präsidenten, rechtes Pack und gewaltverherrlichende Idioten werden nach wie vor ohne Toleranz von mir behandelt. Zuviel Toleranz schadet einer freien Gesellschaft.)

Ich für mich kann sagen, dass ich nicht glücklich sein kann, wenn ich andere gezielt und sinnlos unglücklich mache. Das bedeutet nicht, dass ich immer Zen sein muss, aber ich vermute, meine Art des Egoismuses wird mich am Ende weiter bringen. Das ist ein bisschen wie im Märchen: Sei immer nett und freundlich und die gute Fee kümmert sich um dich. Und wenn sie es nicht tut, musst du deine Schuhe halt selber bezahlen…