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Wieso wird an das LEBEN kein Warnschild gepappt? Sowas wie „Achtung, wenns hart kommt, dann richtig“ oder sowas wie „Achtung, der Wunsch nach Glück führt zu massiver Veränderung“. Irgendwie sowas.

Was bisher geschah
A long time ago in a galaxy far far away…

Okay, wir reden von knapp einem Jahr, aber es ist wirklich viel passiert. Der Ehenerd und ich haben beschlossen, getrennte Wege zu gehen, ich bin umgezogen, hab mich wieder an der FU eingeschrieben, wieder mit Sport aufgehört, nur um dann doch erneut damit anzufangen, den Freundeskreis reduziert, meinen Freundeskreis wieder mit wundervollen neuen und wiedergefundenen Leuten erweitert und den tollsten, besten und wunderbarsten Partner der gesamten Galaxis gefunden. Ja, mich haben da echt mal eklige Hormone angesprungen und die wollen nicht weg gehen…

Kurz gesagt: Einmal Hölle und zurück, um dann doch im Himmel rauszukommen.

Und wenn nu einer auf die Idee kommt Mitleid zu haben: Ist nicht nötig, mir geht es besser als seit vielen, vielen, vielen, viiiiieeeeeeelen Monaten, fast Jahren.

Das ist jetzt soweit erstmal ein Update, wenn das hier wieder so lange brach liegt, dann lösch ich dat hier und gebs auf 😉

Sportbilanz

Es ist langsam mal Zeit für eine erste Zwischenbilanz, was den Sport in meinem Leben angeht.
Seit nunmehr sechs Monaten laufe ich mehrmals die Woche, mach Yoga und meditiere. Es gibt Wochen, in denen bin ich weniger diszipliniert und dann gibt es die Wochen, in denen ich jeden zweiten Tag laufe, Yoga mache und meditiere, wobei ich in solchen „Irrsinnswochen“ an den Zwischentagen auch Yoga mache und meditiere. Mittlerweile nehmen diese massiven Wochen langsam überhand und sind bei Weitem nicht mehr so überschaubar verteilt wie am Anfang.

Spannend daran ist, dass mir Sport wirklich fehlt, wenn ich wegen einer Erkältung oder Knie™ mal nicht so laufen kann, wie ich will. Also ich meine so richtig fehlen, dass ist, als wenn ich in der Zeit zu wenig Kaffee trinken würde.

memerunforlifeAber jetzt mal zur Bilanz an sich: Ich hab meine Laufstrecke im Laufe der Zeit mehr als verdoppelt, meinen Pace mehr als halbiert und röchel nur noch, wenn ich Sprintphasen einlege und es dabei übertreibe. Einen Marathon schaff ich immer noch nicht, allerdings steht der auch nicht auf meiner aktuellen Wunschliste.
Beim Yoga merke ich sehr, sehr deutlich, dass ich wirklich Muskeln aufgebaut habe und mir Dinge™ sehr viel leichter fallen, bei denen ich vor einem Jahr noch wortwörtlich auf die Nase gefallen bin. Mittlerweile planke ich auch mal ne Minute und mach danach noch Liegestütze, ohne dass ich mir wirklich weh tue, weil mein Gesicht unsanft den Boden küsst.
Körperlich ist auch einiges passiert, fast zwei Kleidergrößen weniger und ich krieg langsam aber sicher wieder definierte Oberarme. Wuuhuu.

Noch ein bemerkenswerter Nebeneffekt: Mein Körper besteht auf 2 Liter Wasser am Tag und will gesunde Nahrung. Ich hab Heißhungerattacken auf Salat. SALAT! Wie kann das sein? Eis und Steak würde ich verstehen, aber Salat???

Meine kleine Welt ist irgendwie sehr verrückt geworden…
Sport…
Ich glaub das nicht…

Die Frau als Freiwild

Vor einigen Tagen hatte ich das wunderbare Vergnügen, mit meinem Westkind Chris und meinem Ostkind Cyrill einen großartigen Whisky zu trinken und über tiefgreifende philosophische Themen zu reflektieren. Wir besprachen beispielsweise die Formen der glücklichen Gangarten bei dürren Männern und das Brunft-verhalten angehender Jediritter. Aber ein Thema beschäftigt mich seitdem ein wenig mehr, nämlich Individuen, die der Meinung sind, eine nicht klar als vergeben erkennbare Frau sei Freiwild.
Jetzt gibt es natürlich als Frau viele Möglichkeiten, solchen Situationen zuvorzukommen, ein Ehering hilft genauso, wie dem Mann schon bei der Begrüßung mit einem „I have a boyfriend!“ aby9ldp_700b zu antworten. Auch die beste Freundin spontan als Lebensabschnittsgefährtin vorstellen soll schon Wunder gewirkt haben.
Die eigentliche Frage ist aber doch, wieso das überhaupt nötig ist. Wieso gibt es diese besondere Sorte Mann? Und nein, hier findet keine Generalisierung statt, die meisten Männer sind toll und es wert gefeiert zu werden.
Chris, das großartige Westkind, erzählte mir, dass sie tatsächlich in solchen „Gesprächen“ sehr schnell auf ihren Freund zu sprechen kommt und eine wundersame Wandlung bei den besonderen Männern feststellen konnte. Plötzlich weichen sie zurück und haben Respekt vor dem anderen Mann, der die Perle ja schon „besitzt“. Die Themen werden unverfänglicher, das Graben hört auf. Der erwähnte Freund muss nicht mal in der Nähe sein… eigentlich muss er nicht mal existieren, er muss nur glaubhaft dargestellt werden.
wmy0aAuch hier wieder meine völlig naive Frage: „WTF?“
Wieso können diese Typen nicht einfach ein „kein Interesse“ akzeptieren? Wieso gibt es auch heute, im wunderbaren Jahr 2016, immer noch diese mittelalterlichen Anwandlungen, dass Frauen Freiwild sind, solange sie keinen Partner haben?
Fragen über Fragen, aber zufriedenstellende Antworten hab ich nicht.

Anarchohirn und der Untergang der weißen Seite

Dieses Ding mit weißen Seiten, die beschrieben werden wollen. Was ist das nur?
Im Grunde ist es wie ein Zwang und mein Anarchohirn reagiert auf Zwänge auf eine furchtbar lustige Weise:

Juvi: Hrm… mein Blog ist sooooo schön geworden und ich will über so viele Dinge schreiben, die in meiner kleinen Welt passieren!
Anarchohirn: Super Idee, komm wir setzen uns kuschlig mit nem Wein und dem Notebook aufs Sofa.
Juvi: Hui… weiße Seite… Hirn, was soll ich schreiben?
Anarchohirn: MUAHAHAHAHAHAHAHA! Hier sind die tausend Dinge deines Tages, über die du nicht schreiben darfst, weil es die Arbeit betrifft. Und hier die tausend Dinge, über die du nicht schreiben willst, weil betroffene Menschen das nicht wollen würden. MUAHAHAHAHHAHA!!!!!!!!!!!!11ElfElf!!!
Juvi: F!U!

Aber so oder so ähnlich ist es immer. Ich bin wie ein kleines Eichhörnchen und kann mich von tausend Dingen ablenken lassen, kurz nachdem ich den Gedanken „Hu! Das wäre was zum Bloggen!“ im Kopf hatte. Das ist fast schon ein Zwang, als wäre es eine Art Selbstboykott. Wenn ich es dann schaffe, mein Gehirn mit anderen Dingen abzulenken, dann kann das literarische-limbische-System übernehmen und sich nicht nur einen irre coolen, gebildet klingenden Superheldennamen geben, der völlig adäquat ist. Nein, es kann auch tatsächlich einen Blogbeitrag erschaffen, in dem ich in Ruhe rum piensen kann. Aber irgendwie wäre alles andere auch inakzeptabel.

Danke für die Aufmerksamkeit, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.