Kurzurlaub an der Nordsee

Hach, des war schön.
Einfach eine Woche an der niederländischen Nordsee abhängen, bei Windstärke 7 bis 8 am Strand entlang taumeln, super leckeren Kram essen und aus ernährungstechnischen Gründen keinen Alkohol trinken. (Note to self: Blogeintrag über den Frust gesunder Ernährung schreiben. Ich vermisse Gummibärchen…)

Dann hab ich es nach fünf Jahren endlich ins Van Gogh Museum in Amsterdam geschafft, bin da in 4 Stunden durchgeschlendert, um im Anschluss als glückliche, kleine Juvi in dieser wunderbaren Stadt herum zu stromern. Der Indonese, bei dem wir abends Essen waren, hat einen perfekten Tag abgerunden und da nicht unsere Heckscheibe, sondern die eines armes Niederländers zwei Autos weiter eingeschlagen wurde, gab es da auch keinen Grund zum Ärgern.

Ich schieb mal ne Bilderflut nach, damit sich der geneigte Leser ein (Achtung, ganz meises Wortspiel) Bild von meinem Urlaub machen kann.

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TMS

Es ist passiert.
Der tödliche Männerschnupfen hat mich erwischt.

Am Sonntag war ich noch das blühende Leben und Montagabend fing es mit Niesen und Halsweh an. Gestern dann der Totalausfall… über 39°C Fieber, Schnupfen des Todes, Husten, das volle Programm.

Deswegen jetzt dieser Beitrag mit den besten Mittelchen, um halbwegs über die Runden zu kommen, wenn der Körper nicht mehr will:

  1. Hausarzt

    Ihr kennt das… wenn ihr krank seit, geht zum Arzt…

  2. Eine hyperflauschige Wolldecke

    Die braucht man, um sich kuschelig einzuwickeln, wenn die ganze Welt einen einfach nur in Ruhe schlafen lassen soll

  3. Netflix/Amazon Prime/Youtube

    Das braucht man schlicht zur Ablenkung

  4. Ein gutes Buch

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    Ab und zu mag man nichts sehen und nichts hören, da hilft lesen zur Zerstreuung des an TMS erkrankten Wesens.
    Meine aktuelle Empfehlung: „Die Flüsse Londons“ von Ben Aaronovitch

  5. Ein leckerer Erkältungstee

    Viel trinken ist super wichtig bei Erkältungen und Tee wärmt von Innen. Aber obacht, nur Tee ist auch nicht das Gelbe vom Ei…

  6. Viel Schlaf

    Handy aus, Türklingel aus, Telefon lautlos… nicht stören lassen!

  7. Erkältungsbad

    Eukalyptus, Fichte, was es da nicht alles gibt. Aber die ätherischen Öle helfen die Nase frei zu machen und Entspannung hilft dem Körper beim Kampf gegen die Viren.

In diesem Sinne, gute Besserung an alle armen, kranken und am TMS dahin siechenden Wesen dort draußen!

Und? Wie glücklich bist du?

Ich verbringe meine teilweise recht langen Arbeitstage mit einem manchmal nicht sehr positivem Menschen. Sein Credo scheint irgendwie eine Mischung aus Konfrontation, Egozentrik und sich ärgern zu sein. Okay, auch andere ärgern gehört dazu und meistens trifft es dann doch irgendwie mich.
Ich komm aus der Nummer so nicht raus, außer ich such mir einen anderen Job und das will ich aktuell nicht, zumal ich mir dank meines Brötchengeber meine Schuhe und mein Auto leisten kann 😉

Wie geh ich jetzt also damit um, ohne dabei drauf zu gehen? Ich hab da ein paar unspektakuläre Dinge, sowas wie Sport, gesunde Ernährung und auch der pragmatische Nerdpartner trägt zu meinem Überleben bei. Jetzt sagte er letztens auf meine etwas verzweifelte Frage, wieso ein so missgünstiger und egozentrischer Mensch ein augenscheinlich gutes Leben haben kann, sehr auf den Punkt: „Das wird sich auf jeden Fall rächen. Mach dir keine Sorgen.“

Darauf hab ich jetzt eine ganze Weile rumgekaut, weil es mir eigentlich zu einfach erscheint (Note to self: Beitrag schreiben, dass der einfache Weg nicht immer der beste ist). Aber er hat im Grunde recht, denn wer sorglos und unempathisch andere Menschen mich als Ressource und Blitzableiter benutzt, wird irgendwann extrem einsam und alleine sein. Ich hingegen kann gezielt ein wenig Gutes in meinem und auch in seinem Umfeld bewirken, indem ich noch bewusster mit Menschen umgehe, als ich es eh tue. Es ist gar nicht schwer, ein Lächeln oder ein nettes Wort zu verschenken, und es kann auch funktionieren, freundlich zu bleiben, wenn der Gegenüber sehr reizend ist und ich innerlich gerade aus dem Hemd springen will. Ich glaube, der Dalai Lama ist da ein tolles Vorbild – sich nicht alles gefallen lassen, aber immer mit Respekt und Contenance reagieren. Oder nur dann aus dem Hemd springen, wenn es sich auch lohnt. (Disclaimer: Menschenverachtende Präsidenten, rechtes Pack und gewaltverherrlichende Idioten werden nach wie vor ohne Toleranz von mir behandelt. Zuviel Toleranz schadet einer freien Gesellschaft.)

Ich für mich kann sagen, dass ich nicht glücklich sein kann, wenn ich andere gezielt und sinnlos unglücklich mache. Das bedeutet nicht, dass ich immer Zen sein muss, aber ich vermute, meine Art des Egoismuses wird mich am Ende weiter bringen. Das ist ein bisschen wie im Märchen: Sei immer nett und freundlich und die gute Fee kümmert sich um dich. Und wenn sie es nicht tut, musst du deine Schuhe halt selber bezahlen…

UPDATE JuvisBlog SET Anfang = NULL

Wieso wird an das LEBEN kein Warnschild gepappt? Sowas wie „Achtung, wenns hart kommt, dann richtig“ oder sowas wie „Achtung, der Wunsch nach Glück führt zu massiver Veränderung“. Irgendwie sowas.

Was bisher geschah
A long time ago in a galaxy far far away…

Okay, wir reden von knapp einem Jahr, aber es ist wirklich viel passiert. Der Ehenerd und ich haben beschlossen, getrennte Wege zu gehen, ich bin umgezogen, hab mich wieder an der FU eingeschrieben, wieder mit Sport aufgehört, nur um dann doch erneut damit anzufangen, den Freundeskreis reduziert, meinen Freundeskreis wieder mit wundervollen neuen und wiedergefundenen Leuten erweitert und den tollsten, besten und wunderbarsten Partner der gesamten Galaxis gefunden. Ja, mich haben da echt mal eklige Hormone angesprungen und die wollen nicht weg gehen…

Kurz gesagt: Einmal Hölle und zurück, um dann doch im Himmel rauszukommen.

Und wenn nu einer auf die Idee kommt Mitleid zu haben: Ist nicht nötig, mir geht es besser als seit vielen, vielen, vielen, viiiiieeeeeeelen Monaten, fast Jahren.

Das ist jetzt soweit erstmal ein Update, wenn das hier wieder so lange brach liegt, dann lösch ich dat hier und gebs auf 😉

Sportbilanz

Es ist langsam mal Zeit für eine erste Zwischenbilanz, was den Sport in meinem Leben angeht.
Seit nunmehr sechs Monaten laufe ich mehrmals die Woche, mach Yoga und meditiere. Es gibt Wochen, in denen bin ich weniger diszipliniert und dann gibt es die Wochen, in denen ich jeden zweiten Tag laufe, Yoga mache und meditiere, wobei ich in solchen „Irrsinnswochen“ an den Zwischentagen auch Yoga mache und meditiere. Mittlerweile nehmen diese massiven Wochen langsam überhand und sind bei Weitem nicht mehr so überschaubar verteilt wie am Anfang.

Spannend daran ist, dass mir Sport wirklich fehlt, wenn ich wegen einer Erkältung oder Knie™ mal nicht so laufen kann, wie ich will. Also ich meine so richtig fehlen, dass ist, als wenn ich in der Zeit zu wenig Kaffee trinken würde.

memerunforlifeAber jetzt mal zur Bilanz an sich: Ich hab meine Laufstrecke im Laufe der Zeit mehr als verdoppelt, meinen Pace mehr als halbiert und röchel nur noch, wenn ich Sprintphasen einlege und es dabei übertreibe. Einen Marathon schaff ich immer noch nicht, allerdings steht der auch nicht auf meiner aktuellen Wunschliste.
Beim Yoga merke ich sehr, sehr deutlich, dass ich wirklich Muskeln aufgebaut habe und mir Dinge™ sehr viel leichter fallen, bei denen ich vor einem Jahr noch wortwörtlich auf die Nase gefallen bin. Mittlerweile planke ich auch mal ne Minute und mach danach noch Liegestütze, ohne dass ich mir wirklich weh tue, weil mein Gesicht unsanft den Boden küsst.
Körperlich ist auch einiges passiert, fast zwei Kleidergrößen weniger und ich krieg langsam aber sicher wieder definierte Oberarme. Wuuhuu.

Noch ein bemerkenswerter Nebeneffekt: Mein Körper besteht auf 2 Liter Wasser am Tag und will gesunde Nahrung. Ich hab Heißhungerattacken auf Salat. SALAT! Wie kann das sein? Eis und Steak würde ich verstehen, aber Salat???

Meine kleine Welt ist irgendwie sehr verrückt geworden…
Sport…
Ich glaub das nicht…

Die Frau als Freiwild

Vor einigen Tagen hatte ich das wunderbare Vergnügen, mit meinem Westkind Chris und meinem Ostkind Cyrill einen großartigen Whisky zu trinken und über tiefgreifende philosophische Themen zu reflektieren. Wir besprachen beispielsweise die Formen der glücklichen Gangarten bei dürren Männern und das Brunft-verhalten angehender Jediritter. Aber ein Thema beschäftigt mich seitdem ein wenig mehr, nämlich Individuen, die der Meinung sind, eine nicht klar als vergeben erkennbare Frau sei Freiwild.
Jetzt gibt es natürlich als Frau viele Möglichkeiten, solchen Situationen zuvorzukommen, ein Ehering hilft genauso, wie dem Mann schon bei der Begrüßung mit einem „I have a boyfriend!“ aby9ldp_700b zu antworten. Auch die beste Freundin spontan als Lebensabschnittsgefährtin vorstellen soll schon Wunder gewirkt haben.
Die eigentliche Frage ist aber doch, wieso das überhaupt nötig ist. Wieso gibt es diese besondere Sorte Mann? Und nein, hier findet keine Generalisierung statt, die meisten Männer sind toll und es wert gefeiert zu werden.
Chris, das großartige Westkind, erzählte mir, dass sie tatsächlich in solchen „Gesprächen“ sehr schnell auf ihren Freund zu sprechen kommt und eine wundersame Wandlung bei den besonderen Männern feststellen konnte. Plötzlich weichen sie zurück und haben Respekt vor dem anderen Mann, der die Perle ja schon „besitzt“. Die Themen werden unverfänglicher, das Graben hört auf. Der erwähnte Freund muss nicht mal in der Nähe sein… eigentlich muss er nicht mal existieren, er muss nur glaubhaft dargestellt werden.
wmy0aAuch hier wieder meine völlig naive Frage: „WTF?“
Wieso können diese Typen nicht einfach ein „kein Interesse“ akzeptieren? Wieso gibt es auch heute, im wunderbaren Jahr 2016, immer noch diese mittelalterlichen Anwandlungen, dass Frauen Freiwild sind, solange sie keinen Partner haben?
Fragen über Fragen, aber zufriedenstellende Antworten hab ich nicht.