Yogawochenende I
Heute war der erste Tag meines Yogakurses. Sieben Stunden lang hieß es: “Beim Einatmen die Arme nach oben, beim Ausatmen die Arme nach unten.”
Natürlich wird ein gewisser Körpereinsatz vorausgesetzt und auch eine gewisse Konzentration, wie man in den Meditationzwischenphasen am Schnarchen einiger Kursteilnehmer deutlichst vernehmen konnte.
Vollster Einsatz wurde auch beim “Hintern in die Höhe strecken und dann beim Ausatmen wie ein überfahrener Igel in Kauerstellung gehen” verlangt. Da knackte dann doch schon die eine oder andere Wirbelsäule rythmisch zum Klappern der Belüftungsklappe.
Im Yoga geht es ja ums Selbstgewahrsein und es war doch schon verdammt ungewohnt, Stundenlang nicht zu reden oder sich auf andere zu konzentrieren, obwohl Senara direkt neben mir lag und wir nun wirklich genug zu besprechen hatten *gg*.
Die positiven Effekte der Selbstkonzentration waren nicht ohne, dass muss ich definitiv zugeben. Und so richtig merkt man das erst, wenn ein Handy mittendrin “Sweet Dreams” spielt und danach jemand hektisch aufsteht und minutenlang in irgendwelchen Taschen das eigene Handy sucht, um es auszumachen. Es gibt halt Dinge, die sind immer noch nicht selbstverständlich.
Irgendwann hörten dann auch mal meine eigenen Knie auf, ständig zu knacken und ich konnte mich entspannt meinem Körper und meinem Atmen widmen.
Und von der Energieexplosion wärend der ersten Meditationsphase will ich gar nicht erst sprechen… ich hab immernoch das Gefühl, ich müsste mich übergeben.
Alles in allem war Tag 1 des Yogawochenendes ein voller Erfolg und hat mir auch sehr gut getan.
Und wenn wir morgen noch die Störenquellen in Form anderer Teilnehmer ausschalten können, wird es sicher ein unvergessliches Wochenende.
