Myanmar
Oktober 1, 2007 von juvi
Viele werden Berichte aus den Nachrichten oder im Netz über die Lage in Myanmar gehört oder gelesen haben.
Für alle, die sich bisher nicht dafür interessiert haben, hier ein kurzes Briefing:
Seid 45 Jahren wird das Land vom einem Militärregime regiert. Trotz reicher Rohstoffvorkommen ist die Bevölkerung völlig verarmt und zu verängstigt, um sich zu wehren.
Etwa 90% der Bevölkerung ist buddhistischen Glaubens. Mönche haben ein sehr hohen Stellenwert und gelten als unantastbare moralische Institution.
Soviel zum kurzen Briefing, kommen wir zum Wesentlichen:
1988 gab es heftige Proteste gegen das Missmanagement des Regimes der Regierung, die mit beherztem Einsatz von Gewalt niedergeknüppelt wurden. Tausende starben bei dem gewaltsamen Eingreifen und Myanmar hat sich danach nicht mehr wiklch davon erholen können. Das Regime Die Regierung lies 1990 daraufhin freie Wahlen zu, da sie es ja gewohnt war, eh ihren Willen zu bekommen. Unglaublicherweise gewann aber die Opposition. Ersten kommt es anders… und ihr wisst ja wie der Spruch aufhört.
Die Führerin der Opposition, eine Frau mit Namen Aung San Suu Kyi, wurde daraufhin eingesperrt und alle Wahlen (81% wählten die Opposition) für ungültig erklärt. Gewohnheiten legt man halt nicht so schnell ab. Die Proteste, die darauf folgten wurden - na, wer weiß es? Genauuu - mit dem beherzten Einsatz von Gewalt niedergeknüppelt.
Dumm für das Regime die Regierung, das Aung San Suu Ky 1991 den Friedensnobelpreis gewann. Wenn man sein Land durch Gewalt und Terror regiert, will man keine Aufmerksamkeit.
Nun begann eine internationale Boykottbewegung. Sogar die USA taten etwas sehr vernünftiges: Der Staat Massachusetts erließ ein Gesetzt, dass Firmen die Zusammenarbeit mit anderen Firmen, die in Myanmar investierten, verbot. Die Firmen klagten dagegen und- wen überrascht es?- gewannen.
Aber nicht nur die Firmen fanden es nicht in Ordnung, moralisch handeln zu müssen, nein, auch die EU fand das richtig doof. Ich mein, wie hätte die EU denn Myanmar mit so einem Boykott weiter Gas und Öl abkaufen sollen? Die arme Regierung hätte dann ja kein Geld mehr gehabt, um die blutige Unterdrückung zu finanzieren. Nee… das geht ja nicht.
China ist übrigens der Engel Myanmars. Europa auch. Immerhin investieren jede Menge europäischer Firmen in die Ausbeutung die Rohstoffvorkommen des Landes. Aber natürlich würde nie ein Konzern zugeben, an irgendwelchen Ausbeutungen beteiligt zu sein. Licht und Liebe auch in der modernen Marktwirtschaft.
Vor kurzem hat das Regime die Regierung die Preise für Gas, Diesel und Benzin um 500% angehoben. Das bedeutet für die ohnehin verarmte Bevölkerung, dass sie nicht mehr zur Arbeit kommt. Als dann auch noch die Lebensmittelpreise angehoben wurden, wurden einige Mönche aktiv und warfen dem Regime der Regierung vor, das Land mit Absicht verarmen und verelenden zu lassen. Bei der darauf folgenden Protestaktion wurde ein Mönch getötet, was zu einer Welle von friedlichen Protestaktionen gegen das Regime die Regierung führte.
Und wieso schreib ich das Ganze?
1. Weil es publik gemacht werden muss.
2. Weil am 4. Oktober eine Protestaktion im WWW stattfindet, auf die ich gerne aufmerksam machen möchte.
Am 4. Oktober sollen alle, die sich beteiligen möchten, auf ihren Blogs den Betrieb für diesen Tag einstellen, und stattdessen nur ein Banner posten, dass zur Befreiung Myanmars aufruft.
Mehr Infos: http://www.free-burma.org

