Archiv für September 2007
Das ist nie passiert
Fall jemand fragt, folgendes ist nie passiert:
Ich habe mich nie mit äh… nennen wir sie *denk* Sportkollegin, getroffen und wir haben auch keine Brownies gebacken. Anschließend haben wir keine, ich wiederhole: keine VHS eingelegt und uns „Aristocats“ angeschaut. Und natürlich haben wir nicht über die fragwürdige Darstellung der Geschlechterrollen diskutiert. Oder über die unglaublichen Filmfehler. Die Polizei in Paris hat doch nicht „Police“ über der Türe stehen… tztztztz…
Äh woher ich weiß, dass das in dem Film vorkommt? Ühm… ich muss weg…
Was Frauen wollen
Letztens beim Shoppen liefen zwei Chickas an Senara und mir vorbei und eine sagte dabei: „Ey, Kollega kommt nachher.“ Oder sowas in der Art.
Auf jeden Fall war Senaras Reaktion: „Ein Kollege! Oder auch Freund genannt!“ Da wir uns davor über Männer (was auch sonst, ich weiß) unterhalten haben, kam mir der Gedanke, dass es für mich unglaublich wichtig ist, wenn ein Mann klare Sätze formuliert, die die Grundregeln der deutschen Grammatik erfüllen. Wer da erst nachschlagen muss, ist eh schonmal fehl am Platz. Nur so als Randnotiz. Eine weitere Randnotiz: Frauen wollen erobert werden. Von Männern, die sich dabei charmant und intelligent artikulieren können.
Also ihr Machos da draußen: Gründet eine Selbsthilfegruppe und lernt endlich, wie man in ganzen Sätzen redet. Die Frauenwelt wird es euch Danken.
Spieleabend ohne Spiele
Am Freitag gabs mal wieder den berüchtigten „Pärchen-Brett-und-Kartenspiele-Abend“. Ich fand den Abend wirklich lustig, auch wenn wir (mal wieder) nichts gespielt haben *gg*. Dabei hab ich Stunden vorher alle Spielekartons durchforstet, damit wir für Munchkin genug Würfel haben.
Dafür haben wir gaaaanz viel über Spocht geredet (und dabei Chips und Schokolade gefuttert…). Ich find das super, wenn jemand zugeben kann, dass seine „Ich kauf mir Laufschuhe und renn 3 Wochen um den Block“- Phase wirklich auch nur eine Phase ist *grins*. Übrigens möchte ich mich nochmal für das Ding mit dem Kölnmarathon entschuldigen… ich schäme mich immer noch *g*.
Wenn ich Senara net hätte, wäre ich im November 2006 zum letzten Mal beim Sport gewesen… aber ich glaube jeder braucht so eine gute Fee, um durchzuhalten. Auch wenn meine Fee eigentlich Hörner und nen Dreizack hat.
Ausserdem hat mich mal wieder der Nähwahn gepackt *panisch schau*. Ich hab gestern angefangen das Schnittmuster für eine Bluse und *Trommelwirbel* eine Hose auf Seidenpapier zu übertragen… keine Ahnung was mit mir los is *grins*
(Herr Tod *fg*, seien Sie doch so freundlich, mir eine ICQ Nachricht zu schicken, ich befürchte, Sie haben eine falsche/veraltete Emailadresse *gg*.)
Tupperparty…
… ist ein gaaaaanz gaaaaanz schlimmes Wort *Drama*.
Gestern abend gabs sowas bei mir. Bevor ich nun verurteilt werde, lasst es mich erklären:
Vor etwa zwei Wochen bekam ich einen Anruf von einer mir unbekannten Rufnummer. Eine Stimme am anderen Ende sagte: „Hallooo hier ist dein Cousinchen…“ und noch einen Schwall anderer Dinge, die aber untergingen, da ich keine Cousine habe. 13 Nichten, einen Neffen… aber keine Cousine. Irgendwann vielen zwei Namen, die mir wage bekannt vorkamen und dann dämmerte mir, dass ich mit einer Nichte spreche, von der ich seit etwa 2,5 Jahren nichts mehr gehört habe. Okay, meine Wiedersehnsfreude hielt sich gezwungenermaßen in Grenzen, da sie etwas von mir wissen wollte und ich ja nicht zugehört hatte. Also sagte ich auf gut Glück: „Ja klar“. Immerhin hat das bei meiner Mami bisher immer gekappt. Aber meine Mami ist auch keine Beraterin für Tupperware. Und meine Mami würde mich nie fragen, ob ich eine Party für sie machen würde.
Leider sind aber genau das Dinge, die meine Nichte aktuell auszeichnen und so bin ich zu meiner Tupperparty gekommen.
Aber eines muss ich sagen: Zwei zerstörungswütige Kinder im Alter von eins bis vier haben die Sachen nicht tot bekommen! Egal was sie versucht haben. Denn das zeichnet meine Nichte ausserdem aus: Zwei eigentlich süße Kinder, die ihr Eis in meiner Wohnung verteilten, mein Bett als Trampolin missbrauchten und meine Katzen zum Wurstessen zwingen wollten, wärend sie sich selber das Katzenfutter in die Schnute geschoben haben…
Also werft nicht mit Steinen sondern zeigt Gnade.
Erleuchtung und Engel
Samstag gab es was zu feiern. Nicht unbedingt bei mir, aber bei der Senara. Und zwar ne ganze Menge. Zuerst haben wir geshoppt, was gegessen und dann kam der Baileys Coffee als Nachtisch. Und mit ihm die Erinnerung an Früher. Und das Verarbeiten von Heute. Und das Nachdenken über Morgen. Ätzend sowas.
Wir sind dann zu ihr gefahren und haben da einen regelrechten Tauchgang in unsere (naja… hauptsächlich in meine…) Psyche gewagt. Die Orakel-CD (Best of Kettcar, zusammengestellt von einem alten Bekannten, der wohl wusste was er tat) tat ihr übriges und Sonntag gings mir dann wirklich nicht gut. Und das lag nicht am Glas Weißwein oder am Glas Baileys Coffee.
Gestern hat mich dann mein Schwesterherz wieder auf die Beine gestellt und wohl irgendwas zu mir gesagt, dass einen inneren Denkprozess angeregt hat.
Denn am Abend bin ich auf der A46 in Richtung meiner Engelgruppe unterwegs gewesen. Auf Höhe Kreuz Hilden (oder ein Stück davor) kann man von der Autobahn aus über einen riesigen Teil von Düsseldorf schauen. Dieser Teil lag im Nebel und wurde wirklich wunderschön von der Sonne angestrahlt. Und just in dem Moment hatte ich eine Erkenntnis, die so heftig war, dass ich sie schon als Erleuchtung bezeichnen würde. Viele kleine Steinchen ergeben ein Bild… und das Bild ist wirklich schön.
Quasi erleuchtet Engel zu spielen hat auch was interessantes *kichert*: Bob der Spielleiter am Rande des Wahnsinns, Bastel (unsere ramielitische Putte *fies grins*) versuchte ihn über den Rand zu schubsen und ich, die sie animiert hat, wurde nebenbei auch noch zur Chronistin ernannt. Das heißt, ich darf jetzt gaaaaaaaanz viel mit Glitzerstiften schreiben, malen und malen lassen *zu Michael wink*.
Dunkle Felder und Blut wohin das Auge schaut
Ist das nicht eine hochdramatische Überschrift? Hehehe…
Ich komme gerade von einem vier stündigen Vortrag über die Dunkelfeldmikroskopie. Vier Stunden lang Erythrozyten, Leukozyten, Protiten, Filume, Endobionten und gefühlte tausend andere Sachen.
Dann viele, viele Blutbilder und Mikroskopaufnahmen, Behandlungsmöglichkeiten und Praxisbeispiele.
Im Grunde genommen ging es nur darum, dass sich kleine parasitäre Keime in den roten Blutkörperchen einnisten, und zwar schon seit der Befruchtung, und das wahrscheinlich seit millionen von Jahren *gg*. Und die können das Blutkörperchen zerstören, was zu einem miesen und unausgeglichen Blutbild (also das unterm Mikroskop, nicht das auf dem Papier) führt. Das geht aber nur, wenn die Leukozyten schwach und klein sind und die bösen Parasiten nicht sofort fressen, sobald sie den Austritt aus dem Erythrozyt geschafft haben. Schweben die kleinen Biester im Plasma rum, können die sich zu Viren und Bakterien weiterentwickeln. Und das führt zu allerlei Krankheiten, die man aber abwenden kann, weil man ja unterm Mikroskop sieht, dass was nicht stimmt. Ergo kann man also mit dieser Methode echt gut vorbeugen.
Making Off: Visual Kei – Sukaato
Man kann ja nie wissen, wann man (in dem Fall: Ich) einen kreativen Anfall bekommt. Meiner startete, als ich mir einige Bilder über einen japanischen Kleidungsstil, genannt „Visual Kei“, anschaute, da ich an einem Nähwichteln zum Thema „Japanophil“ teilnehme. Nähwichteln bedeutet: Man hat eine Gruppe von Nähtanten (und Nähonkeln) und bewichtelt einen von denen mit etwas selbstgenähtem (oder gebastelten) zu einem bestimmten Thema.
Und da ich mitteilungsfreudig bin, hier das Making Off für mein Geschenk:
Am Anfang war das Fimo.
Fimo ist eine ganz schlimme Angelegenheit, da ich immer zehntausend Ideen habe, wenn ich einmal Anfange, mit Fimo zu arbeiten.
Ausserdem war der Akku für die Digicam zu dem Zeitpunkt leer, also musste ich Handyfotots machen (woohooo… moderner Schnickschnack…):
Das Fimo wurde nun grausam in Stücke geschnitten und zu kleinen Kugeln verarbeitet:

Aus den Kügelchen hab ich kleiner Grobmotoriker dann versucht, einen äh… Kopf zu formen:

Dann hat der… Kopf… auch Augen bekommen. Sieht etwas archaisch aus, aber wie hätte ich es sonst machen sollen?

Anschließend, und jetzt wird es richtig grausam für die kleinen Köpfe, mussten sie für 30 Minuten bei 110° gebacken werden. Die armen… *schnief*

Nach diesen 30 Minuten (und einem 70 minütigen Telefonat mit meinem Schwesterherz) war der Akku der Kamera endlich brauchbar und ich konnte anständige Bilder machen.
Ausserdem bekamen die kleinen ihre Schönheitskur und wurden erst mit weißer Acrylfarbe und dann mit schwarzem Nagellack angemalt. Das glänzt hübsch und ist widerstandsfähig. Nun sieht man doch schon, was es sein soll:

Fällt es auf, dass dei beiden kleinen Pandas (ja… das sollen Pandas sein…) lila Glitzersteinchen als Augen haben? Nein? Schade…
Naja… auf alle Fälle hab ich dann fix den Rock aus Tarnfleck geschnitten und zusammengenäht. Die Bilder vom Kampf mit mir und Spike, die auf dem Stoff schlafen wollte, und mit mir und dem Reißverschluss, der rumgezickt hat, erspar ich allen. So sah das gute Stück dann aus:

(Das ganz vorne im Bild ist übrigens Anton, meine Voodoo-Nadelkissen-Puppe *zu Wingilein wink*)
Danach musste ich *rechne* 1,5m Nahtband umbügel und feststecken, damit ich den unteren Saum hübsch ordentlich hatte.

(Anton will immer aufs Bild…)

(Schon wieder…)

Danach hab ich das alles festgenäht und eigentlich ist der Hauptteil damit fertig:


Ich hab letztes Jahr eine geschätzte Tonne Tüll gekauft und nur einen Meter gebraucht… einen Teil des Restes hab ich nun verarbeitet…

Naja… den hab ich dann in Fetzen an den Rock genäht… zusammen mit den Pandas. Raus kam das:


Alles in allem ein typische Stilimix des Visual Kei. Ich hoffe wirklich, es gefällt meinem Wichtel…
Achja: Sukaato ist das japanische Wort für „Rock“ *g*
